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Da3 Lob ber Thorheit. Sie beſchmieren ſi< beſtändig das Geſicht mit Shminke, befragen alle Augenbli>e den Spiegel, kraßen fih die Schamhaare, zeigen ihren verwelkten, eingefdrumpfter Buſen, ſingen Liedchen mit ſ{ens und genießen überreihlih ein ſüßes Glü>, das nur ih ihnen verſchaffe. Die eifrigen Spötter bitte ih doch, ſi zu überlegen, ob es nicht beſſer iſt, im Thorheit ein ſo herrliches Freudenleben zu führen als ſi, wie das Sprichwort lautet, einen Balken zum Aufhängen zu ſuchen. Aber es iſ ja eine Shmach, wendet man ein, wie eure Greiſe und Greiſinnen zu leben. Richtig! Judes ſcheert das meine Thoren nicht, die eine foldje Schande entweder gar uicht fühlen oder, wenn ſie dieſelbe fühlen, ſi leiht darüber zu tröſten wiſſen. Fällt ihnen ein Stein auf den Kopf, ſo iſt das ein wirkliches Uebel; im übrigen verlegen Schande, Shmach, Vorwürfe, Schmähungen nux in dem Grade, als man die Verletzung fühlt; wem dieſes Gefühl abgeht, fiv ben Hören fie auh auf, Uebel zu ſein. Was ſchadet's, daß euh bas ganze Volk verläſtere, wenn ihr ſelbſt end nur Beifall ſpendet? Bis zu dieſem Grade der Vollkommenheit aber vermag ih allein eud gu erheben. Doch ich glaube, vie Philoſophen zetern zu hören. Wie, rufen ſie aus, giebt es etwas Elenderes, als von der Thorheit ergriffen zu werden? Heißt das niht im Irrthum, in der Täuſchung, in der Unwiſſenheit leben? — Jm Gegentheil, es heißt: Menſch ſein. Ih begreife gar nicht, warum ihr meine Thoreu Elende ſcheltet, wo ihr dod ſelbſt ganz wie ſie und wie überhaupt alle Menſchen geboren, gebaut und organiſirt ſeid! Nach meiner Anſicht