Wir wollen eines nach dem andern beberzie
gen. Wer weis nicht, daß die erſte Scene der
Kindheit die freudigſte und angenehmſte iſt ? Was
befindet ſich in den Kindern, das uns auffordert,
ſie zu füſſen, zu umarmen, ihuen au fchmei¬
heln? das die Hand des rohſten Feindes nöthigt,
fie aus zeder Noth zu retten ? Anders iſts nichts
als dieſes, Die vorſichtige Natur hat fic) Mühe
gegeben , die Säuglinge mit der Gabe närriſcher
Schmeicheleyen zu verſehen, damit ſie mit einer
augenehmen 2 [rt von Csfabe, die Arbeir der ſie
Beſorgenden erwiedern, und zugleich ihnen feruere
Mühwaltungen ſcherzhaft abberteln.
Fenn fie die kindlichen Jahren mit den ju¬
gendlichen vertguſchet haben, fo verſichern fie
ſich der Huld jedermauns; man liebt ſie; ereifert
ſich, ihnen nüßlih zu ſeyn; ſpringt ihnen bey
allen Anläſſen dienfifertig bey, Und wer hat fie
mit einem ſolchen herzengewinnenden Weſen ver¬
{chen ? Niemand als ih, Weil ih ihnen meine
Huld ſchenke, ſo ſind ſie noch fern von aller Weis¬
heit, und folglich von allem Grame, Sobald