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Der Biſchof von Cambrai, Heinrich von Ber¬
gen, nahm ihn mit Bewilligung der Obern ſeines
Convents zu fid), um ihn auf der Reiſe, fo er
nach Rom vorhatte, bei fich zu haben, und ſich
ſeiner Geſchicklichkeit zu bedienen. Da aber die
fe Reife zu Wafer murde, fo gaber Erafmo gros
ſe Verſprechungen ſein Glück zu befördern. Er
fchidte auch Eraſinum auf ſeine Koſten nach Pa¬
ris, wo er in dem Collegio de Montaigu feine
Studia abwartete, Als aber die Wechfel allsuz
ſparſam ankamen, auch feine Hülfe nach sta
lien zureiſen von dem Biſchoferfolgte: ſahe Erat¬
mus wol , daß er ſich auf dieſem Patron wenig
zu verlaßen hätte, Nach Verlauf einiger Jahre,
die er meiſt in Niederland zubrachte, brach cr,
in Geſellſchaft des Engliſchen Grafens von
Montjoy, na< Engeland auf. Allhier kam er in
Bekanntſchaft des gelehrten Thomæ Mori, nach¬
gehends Canglers von Engeland,und anderer vor¬
nehmen und gelehrten Leute. Nach einem kurs
gen Aufenthalt dahier, ſezte er nah Frankreich
wieder ber, hatte aber bey Dovres das Unglück,
daß er ſein bey ſich habendes Gelt vermißen mus
ſte. Denn da, den Landes-Gefegen gemas, nies
mand Geld, über 6. Angeloten mebrt , aus
dem Land zu führen berechtigt , geſchahe, daß dem

fes Unglück begegnete. Alhier und auch in Nie¬

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