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Streiche erinnerte, was er früher gar oft that. Doch die
Götter ſ<leuderten ihu jüngſt mitſammt dev Wte*) im
Zorn vom Himmel auf die Erde, da er dur< ſein ewiges
Weisheits8geſhwähß ihrer Seligkeit zur Laſt war. Nun irrt
der arme Verbanute überall umher, und niemand öffnet
im gath ſein Haus. No< weniger mögen ihn die
Fürſten au ihrem Hoſe leiden, deun meine Genoſſiu, die
Sqchmeichelei, die dort in aller Herzen herrſcht, verträgt fie
mit Momus wie der Wolf mit dem Lamm. Nachdem die
Götter fit fo vou dem ſpöttiſhen Sitteurichter befreit
haben, überlaſſen ſie ſi<, ohue einen Cenſor fürchten zu
brauchen, noh weit freier dem Scherz und der Freude und
führen, wie Homer ſagt, ein ſorgenloſes Leben. Wie
oft bringt niht Priapus eine ſeiner verblümten Redeus¬
arten vor! Wie oft ermwedt nicht Merkur dur< ſeine
Diebſtähle und Gaunereien ſchallendes Gelächter! Za fo¬
gar Vulkan nimmt an Allem Theil **) und ſpielt deu
Komiker bei der Shmauſerei der Götter, die er dur fei¬
nen Dinfenben Gang, burd feine Wike und Poſſen er
Was ſoll i< von Silen{) ſagen, dieſem alten, verliebten
Narren, der mit dem plump umbertappender Polypher ++)
und den zierlichen, barfüßigen Nymphen einen ländlicheu
Reigen tanzt? Was vou den Satyrn, deu halben Böcken,
die mii ihren Spritugen die Atellanen+++) aufführen?
Ban beluſtigt die Götter dur ſeine faden und abge¬
fémadten Lieder, die ſie lieber hören als die der Muſen
ſelber, zumal wenn der Nektar ihnen etwas zu Kopfe ge¬
*) E E el Sturz f. Mias: XIX, B. 180 u. 181.
**) Bal. Dopff. I
#3) Sy Slias I, x cn
) Sohn des Hermes oder des Pan, Erzieher und Begleiter ded
Bacchus.
Shi S, über ben Tang des Polyphem, Ariſtoph, Plutos: V. 290 u. 291.
tit) Die Atellanen oder osciſchen Spiele waren eine Urt Harleki¬
naden bes alten Rom, benannt nad der osciſhen Stadt Atella in
Kampanien.