todesähnlihe Schlaf. Bon diefer Sdaar unterftitbt und
treu bedient, hervfde ih allibera, und die Fürſten ſelbſt
ſind meiner Macht unterworfen.
So ſeid ihr alſo über meine Elteru, meine Erziehung
und mein Gefolge unterrichtet. Gest will ich euch, damit
iġ mir ben Namen einer Göttin uicht, ohue daß er mir
zukommt, anzumaßen ſcheine, darlegen, wie nütlid id
Göttern zugleich und Menſchen bin und wie weit meine
göttliche Macht reicht. Höret gut zul
Jemand hat einmal ſehr verſtändig bemerkt, das erſt
heiße ein Gott ſein, den Menſchen ihre Pilgerfahrt hier
auf Erden zu erleichtern, *) und wenn man mad) diefem
Grundſatze diejenigen vergöttert hat, welhe deu Wein,
das Getreide und andere Erhaltungs8- und Verſchöuerungs=¬
mittel des Lebens den Sterblichen gebracht haben, warum
ſollte man mig) nicht gleihſam das Alpha aller Gottheiten
neunen, warum mich nicht als die höchſte verehren, mi,
die id vo allein jedem Menſchen jede Art von Gittern
zutheile? Denn zunächſt, was kaun es Süßeres oder Koft¬
bareres geben als das Lebeu ſelbſt? Wer aber hat mehr
Theil als i< an der Erzeugung aller lebenden Weſen?
Wever die Lanze der hocjgeborenen Palas noh Jupiters,
des Wolkenſammlers, Aegis haben Einfluß auf Die Ent¬
ſtehung und Fortpflanzung des Menſchengeſchle<htes. Ja,
er ſelber, der Vater der Götter und König der Sterblichen,
der dur einen einzigen Wink den ganzen Olymp erzittern
macht, muß doch ſeinen dreiza>igen Bliß beſcheiden bei
Seite legen, die furhtbare Miene, dur die er, wenn es
ihm gefällt, ſeine ganze himmliſche Umgebung nieder=
{<mettert, abſezen und nah Schauſpieler Art kläglich eine
fremde Geſtalt annehmen, wenn er mal gern Kinder zeu¬
gen möchte, wonach er übrigens oft genug Verlangen ſpürt,
Die Stoifer bilden ſi< ein, von allen Sterblichen den