Körpers auf den Preis dieſer Gegenſtände verwandten!
Von mir aber werdet ihr jest auS bem Stegreif eine
zwar nicht ausgefeilte, aber um ſo wahrere Rede zu hören
bekommen.
Glaubet indes nicht, daß ih dies uur ſage, um etwa
mit meinem Talente zu prahlen, wie es die meiſten Red¬
ner thun. Ihr kennt das ja genugſam: ſie veröſſentlihen
ein Werk, an dem ſie dreißig Jahre gearbeitet haben, —
oft ift e8 auh dann nur aus anderen Bichern zuſammen¬
geſchriebenes Zeug — und verſichern ho<h und heilig, daß
ſie es in drei Tagen, um ſich zu zerſtreuen, geſchrieben oder
dictirt hätten. Mir macht es jedoch ſtets ein unausſpre<h¬
liheg Bergniigen, zu reden, wie mir der Schnabel gewach¬
ſen iſt.
Auch müßt ihr darauf verzichten, daß ih nad ber tri¬
vialen Schulmethode den Begriff meiner Selbſt definire
oder gar eintheile: Beides wäre für mich von übler Borbe¬
deutung. Wie ſoll i< mi< einſchränken, da dod) meine
Macht ebenfo weit reiht wie das Meuſchengeſchle<ht? Wie
mi< zertheilen, da do< alles einig ift, meine Gottheit
gelten zu laſſen? Da id übrigens leibhaftig hier vor
eu< ſtehe und ihr mich ſeht, ſo wie i< wirkli< bin, was
brand’ id) da in einer Definition eu< erſt die Umriſſe
meines Bildes vorzuzeihnen?
Wiffet, ich bin im Wahrheit jene Geberin des Guten,
die Th orheit, die man auf Lateinifd Stultitia, auf Grie¬
Hifh Mooia nennt. Aber hatte ich nod nvthig, dies gu
ſagen? Spricht niht ſhon mein Geſicht? Steht mir
nicht auf der Stirn geſchrieben, wer i< bin? Und wenn
ſi< nun jemand gröblich täuſchte und behanpten wollte,
ih fei Minerva oder die Weisheit, der brauğt mið nur
ovdentlidy anjufehen; ev wird mid) gritmblic) fennen ler¬
nen, ohne daß ih auh nur ein Wort rede, denn mein Ge¬
ſicht iſt kein Trugſpiegel meines Inneren. Bei mir giebt's
weder Schminke mod Verſtellung: wie i< äußerlich eve