OCR
4 Das Lob der Thorheit, Derleibeten ibm bie theologiſchen Stubien gründlich. est wandte er ſi den alten Sprachen, vorzüglich der lateiniſchen, zu; vertrauenb auf die elegante und flüſſige Diction, die er fi dur eifriges Studium der Claſſiker angeeignet, wagte er e3, „von der Kunſt zu leben, die er verſtand“. Ex unterrichtete in Paris einige junge Engländer und gab als Frucht literariſher Beſchäftigung mehrere Schriften heraus, deren maßvolle Zurückhaltung und vollendete Form dem genialen Autor bewundernde Gönner erwarben. Auf eine Anregung ſeiner früheren Schüler reiſte er na< England, wo er die Gunſt Heinrichs VII. gewann und die Bekanntſchaft vieler hochgeſtellten Männer machte, unter anderen die des nadmaligen Lordfanslers Thomas Morus, mit dem ev innige Freundſchaft jhlop und dem er ſpäter au< ſein „Lob der Thorheit” gueignete. Von England ging er nad Italien, von dort nah England, das er ſein zweites Vaterland zu nennen pflegte, zurü> und unternahm noch zahlreiche kleinere Reiſen, bis er ſi< ſ{