erkauft? dem Hândeklatſchen fo vieler Narren
nachingt? im Zujauchzen deſſelben ſeine Wonne
findet? im Triumphe ſich von ihm gleich einer
Bildſâule angaſfen lgt? in Erzt gegoſſen auf
dem Markte ſteht? andre Namen und Beyna¬
men annimmt? einem menſchlichen Taugenichts
gdttliche Ehre erweißt ? mit dffentlichem Ge:
prange tyranniſche Schandbuben iu die Claſſe der
Götter erhebt? O gewig, Narrheit ift dieſes, zu
deren verdienten Belachung ein einziger Demokris
tus nicht zureichend wäre ! Wer leugnet es ? Und
doch iſts die Quelle groſſer Heldenthaten , die von
Rednern bis in den Himmel erhoben werden.
Narrheit zeugt Städte, Reiche, Obrigkei¬
ten, Religionen, Maths: und Gerichtsverſamm¬
ſungen; und das menſchliche Leben iſt blos ein
Marrenfpiel. Wenn die Rede von Künſten und
Wiſſenſchaften iſt: mas hat die Menſchen auf¬
gemuntert, ſo herrliche Diuge (wie man ſie daz
für auszupoſaunen pflegt) zu erſinnen, und auf
die Nachwelt zu bringen ? war es uicht die