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Lob der Frarrbeit. 29

theil die Kinder über die Alten z wie dann die
Gotter allzeit gleich und gleich zuſammen

leich, ausgenommen darinnen , daß dieſer mehr
ungeln hat, und mehrere Geburts- Tåge zeh¬
len fan ? Jm übrigen ſind bey beeden die tveiſſe
Farb der Haare, das zahnloſeMaul, die geringe
eibs - Statur , der Appetit zur Milch , das
Stammlen , die Waſchhafftigkeit , die Einfalt,
die Vergeſſenheit , die Unbedachtſamkeit ; mit ei:
nem Wort, alles andere, einerlen, ‘Je mehr ſie
ins Alter fommen , um defto mehr gleichen fie der
Kindheit, biß ſie, nach Art der Kinder, ohne ei
nigen Berdruß länger zu leben, und, ohne anden
Tod zu geden>en , aus dieſer Welt abſcheiden.
Nun jest forme fver da tvill , und ſtelle einen
Vergleich an ztiviſchen dieſer meiner Wohlthat,
und der Vertivandlung anderer Götter : Was

denen ſie recht gnädig find, die pflegen fic in einen

vertvandelnz; eben alg ivenn das etwas anders
werden / nicht eben fo viclfuñre, als umfommen
und untergehen, “Fh hingegen verhelffe denen
Menſchen tviederum zu dem beſten und glückſee¬
ligſten Theil des Lebens (u). Und foenn die
Menſchen gans und gar nichts mit der Weißheit
tvolten zu ſchaffen haben , ſondern ihre Lebens:

PRE

| gar
(a) Nemlich ¿u dex Kindheit. l