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Das Lob ber Thorheit. 59 ſaßen jene iberglitdlider Sterblichen zu viel religiöſe Scheu, um mit ſträflicher Neugier die Geheimniſſe der Natur zu erforſchen, um über die Entfernuugen und die Größe der Geftirne, über die Urſachen und Wirkungen ihrer Bewegungen und andere Probleme zu grübeln, da ſie der Anſicht waren, eiu fo kleines Geſenen Verſtande, das heißt der Thorheit, am nächſten kommen. Der Magen des Theo= logen knurrt vor Hunger, der Phyſiker zittert vor Kälte, man verſpottet den Aſtrologen, man verachtet den Dialektiker. Es bleibt nur der Arzt, „denn ein heilender Maun iſt werth wie Viele zu achten“. *) Und gerade je unwiſ= ſender, kühner und verwegner der iſ, welcher dieſen Beruf ausübt, deſto angeſehener iſt er bei den Großen, denn vie Medicin, vornehmlih wie man ſie heute handhabt, iſ mur ett Theil dev Sémeidelei, was fie fiderlich mit dev Redekunſt gemein hat. Auf die Aerzte folgen unmittelbar die Rechsgelehr= tenz; vielleicht gebührt ihnen au< der erſte Plaß, ſie, beren Beruf, um nicht meine eigene Meinung auszu+) Sling, XI, 514,