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MB_026_A_019

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Erasmo da Rotterdam
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Das Lob ber Thorheit, 33 beſtreichen, das die Athleten qu gebrauchen pflegten. Denn wer gegen ſein eigentliches Weſen fid) mit der Shmiuke der Tugend ſ{müd>t und ſo ſeinen wahren Charakter zu verbergen ſut, der erreicht nur, daß er zwiefah laſterhaft erſcheint. Wie nichts mehr mit der Erfahrung überein= ſtimmt als das alte griehiſhe Sprichwort: „Der Affe bleibt Affe, und wäre er mit Purpur angethan“, fo mag auh das Weib ſi< immerhin maskiren, es bleibt troßdem ein Weib, das heißt eine Thörin. Ich glaube indeſſen nicht, daß das ſ{<öne Geſchlecht fo thöriht iſt, mir zu zürnen, wenn ih ipm Thorheit zuſpreche, bin id) dod) felbft ein Weib und gar die perfonificivte Thorheit! Denn wenn fie die Berhiiltuiffe nag Recht und Billigkeit abwägen wollen, müſſen fie gerade dieſer Thorheit dankbar ſein, burd die ſie in vielen Bee ziehungen glüdliher als die Männer ſind. Die Frauen habeu deu Vorzug der Schönheit, den ſie mit Ret an die Spike ſtellen können und dur< deſſen Reize ſie ſelbſt die graufamften Œbraunen tyrannifiver. Beim Manne liegt oft ſhon in der Geſtalt etwas Erſchre>tendes; feine rauhe Haut, ſein dihter Bart ſind vorzeitige Zeichen des Alters: und dies alles kommt von der leidigen Klugheit. Die Frauen hingegen haben ſtets glatte Wangen, ſtets eine feine Stimme und einen zarten Teint, als ſei ihr Leben eine beſtändige Nachahmung der Jugend. Welches andere Streben kenuen ſie ferner, als den Männern mög= lichſt zu gefallen? Sft das niht der einzige Zwe> des Pubes, der Schminke, des Bades, der Friſur, der Sale ben, der Wohlgerüche und ſo vieler anderen Kuuſtmittel, die ſie anwenden, um ihr Geſicht zu verfinern, ihre Augenbrauen zu malen und ihre Haut zu pflegen? Wollt ihr no< deutlicher ſehen, daß nur die Thorheit die Gewalt der Frauen über die Männer bewirkt? Nun, es giebt wohl kaum etwas, was dieſe den Weibern nicht geſtatten — und welcher audre Gedauke, welcher andre D

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