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29 Da3 Lob ber Thorheit, keit ihr mix verpflichtet ſeid, Eine Frau vollends, die ihon einmal eine Zeit lang die Dornen der Ehe gefühlt hat und ſi entſchließt, zum zweiten Male den Dru> jener Feſſeln auf fit zu nehmen, thut ſie dies niht mit Hilfe meiner treuen Gefährtin, der Vergeßlichkeit? Venus ſelbſt würde, trot der Einſprache des Lukrez,*) nicht zu läugnen wagen, daß ohne meine Macht und meiuen Beiſtand ihre Kraft und Stärke bald erlahmen müßten. Aus dieſem lieblichen Spiel alſo, in dem Lachen, Scherz und Taumel ihren Platz behaupten, ſind die ſtrengen Philoſophen Hervorgegangen, deren Stelle jebt jene Menſchen, die das Volk Mönche nennt, vertreten; ebendaher ſtammen die Fürſten und Könige, die Biſchöfe und Cardinäle, ja ſelbſt die drei= mal heiligen Väter! SGalieflic) auh die gauze Schaar der dichteriſchen Gottheiten, deren Zahl ſo groß iſt, daß der Olymy, der doch ſehr geräumig, ſie niht zu faſſen vermag. Aber das bedeutet nux wenig, daß von mir der Keim und Urquell deg Lebeng ausgeht, wenn ih niht aud beweiſe, daß alle Annehmlichkeiten des Daſeins meiner Frei= gebigkeit zu danken find. Verdiente überhaupt dieſes Erdenleben ohne das Vergnügen den Namen eines Le bens? Bravo! Ihr klatſcht in die Hände! Sd) wußte wohl, daß Keiner unter en< weiſe oder beſſer: thöricht genug — nein, i< will doh lieber ſagen: weiſe genug wäre, um eine ſolche Anſicht zu hegen. Glaubt mir, auh die Stoiker verachten die Genüſſe keineswegs, obwohl fie vor der Oeffentlichkeit ſie eifrigſt beſchimpfen und verläſteru; natürli