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#3 (0) & Taufe dieſes ſeines unehelichen Sohns, und gab ihm den Nahmen Gerhard , welcher aber hers nachmals von dieſem, nach der bei den Gelehr-ten ſelbiger Zeit eingeführten mode, mit dem Namen Defiderius Erafmus verwechſelt wurde. Weil ſich cine Fåhigfeit etwas ge(chwinde zu bes greifen bei Diefem Rnaben fpiiren liches forgte feine Mutter, Dag er etwas lernen mogte. Das hero brachte ihn ſelbige, als er das 9, Jahr zuru> gelegt, in die Schule nach Deventer, nache dem ſie ihn von Vytrecht, woſelbſt er als Chors Schüler bei der Dom - Kyrche gedient , kommen laſſen. Daſelbſt zeigte er ſchon inzarter Jugend, was vor Früchte der Gelehrſamkeit man von ihm dermaleins zu gewarten habe. Er beſas eine ungemeine Fähigkeit und Munterkeit , auch unere müdete Lehr: Begierde, und glückliches Gedächts nis , worzu noch die getreue Anweiſung Alex, Hegii fam, der ſelbige Schule in groſes Aufnehs men brachte , daß er erſtaunliche Progresſen in kurzer Zeit machte, ſodaß Rod, Agricola, Hegii guter Freund, welcher in ltalien die Griechiſche Sprache von den dahin geflüchteten Griechen erlernt, und ſelbige hernach am erſten in Teutſchs land docirt hat, als ev Erafmi Ghul: Exercitia ſahe, ſolche bewunderte, und ihn zu ſehen vers langte. Als nun Eraſmus auch gegen dieſen Mann ſeinen wolgeſezten Geiſt bli>en ließe , umfaßte und küſte er den Knaben, ſagend + Ta eris | ali