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Dag Lob der Thorheit. 41 gefallen, Ferner aber, wenn beide Heere in Schlachtreihe aufgeſtellt find, und „mit dumpfem Getön ringsum die Hörner exſchallen“,*) ſagt mir, bitte, was nügen dann jene Weiſen, die, dur< fortwährendes Denken und Stuviren erſchöpft, mit ihrem dünnen, **) kalten Blute kaum das liebe Leben haben? Es bedarf vielmehr jener di>en, kräftigen Männer, die mögli{hſt viel Kühnheit, aber möglichſt wenig Verſtand befiker. War eg nidt prachtvoll, einen Demoſthenes in Kriegsrüſtung zu ſehen, der dann auh wirklich, als er den Feind erbli>te, na< dem weiſen Rathe des Archilohus***) ſeinen Schild fortwarf und floh, f) was er nur laufen konnte, als Soldat ebenſo feige, wie alg Redner ausgezeichnet. Aber im Kriege, wird man einwenden, ift do< Klugheit von auferorbentliher Bebeutung. Gang ret: bei dem Heerführer; zudem ift dies eine Wiſſenſchaft, die nur dem Waſffenhandwerk eigen iſt und mit der philoſophiſchen Weisheit nichts gemein hat. Rechnet man dies ab, ſo können ſi< Schmarotzer, Kuppler, Räuber, Mörder, Bauern, Dummköpfe, Betrüger und ſpöttiſche Angriffe ihrer Nachbarn, der Athener, unaufhörlih heimgeſucht und ernteten ſtets wenig Ruhm. Ein köſtliches Beiſpiel ihrer geiſtreihen Einfalt giebt Ariſtophanes in den Acharnern (V. 738 u. ff), wo ein Megarenſer, um ſeine Vermögensverhältniſſe aufzubeſſern, ſeine beiden jungen Töchter als Shweine vermummt auf dem Markte zu Athen feil bietet und die eine für ein Bündchen Knoblauch, die andre für ein Mäßchen Salz verkauft. *) S. Vergil, Wen. Buch VIII, 2. **) Rad Ariftotele3 (regl rá õu crop. III, 19) hat dices Blut Körperſtärke und Dummheit zur Folge, dünnes Blut dagegen bewirkt Geiſt, aber einen {