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Da3 Lob ber Thorheit, 37 Sad mit den eigenen Fehlern zu ſehen, der ihnen auf dem Rücken hängt. *) Weil aber bekauutermaßen alle Menſchen von Natur an großen Unvollkommenheiten leiden, wie könnte da wohl, wenn ihr no< den Unterſchied in Geſinnung und Neigung, die große Zahl von Verirrun= gen, Fehltritten und Mißerfolgen in dieſem Leben Hinzurehuet, die Freundſchaft auh nur eine Stunde zwiſchen dieſen mit Argus8augen begabten Männern beſtehen, käme niht, wie die Griechen es ſo paſſend nennen, „Gutmüthig= feit”, **) ober wie ihr es werdet bezeichnen wollen, Thor=heit oder Fügſamkeit des Charakters hinzu? Hat nicht Kupido, der Stifter und Vater aller Zuneigung, ſtets die Augen verbunden? Wie er deshalb das Häßliche für \{<ön hält, ſo bewirkt er and bei eu<, daß ein Jeder mit dem Seinen zufrieden lebt und daß der Greis ebenſo verliebt in die Alte iſt wie der Knabe in das Mädchen. Das iſt nun ſo der Lauf der Welt, und man lacht darüber; aber gerade dieſes Lächerliche übt im Leben einen ungemein hohen Reiz aus umd ift eines der ſtärkſten geſellſchaftlichen Bande. Was wir ſoeben vou der Freundſchaft geſagt haben, wolfen wir in noh Höheren Grade von ber Ehe denken und ausſprechen, die ja dod die innigſte Verſchmelzung des Lebens zweier Weſen iſt. Unſterbliche Götter! wieviel Eheſcheidungen und no< viel ſ{