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Das Lob ber Thorheit. US na< einem rauhen Winter ein junger Lenz die Natur mit ſhmeichelndem Hauche umweht, alles plößlih um uns her ſi< verändert, alles in fri ſaftiger, jugendlicher Farbe ſtrahlt, ſo iſ auch euer Ausfehen, nadem ir mið erblicft, nicht mehr daſſelbe wie frither. Go hab’ id urd) meine Stoffe Gegenwart erreiht, was gewandten Rhetoren kaum dur lange und wohlüberlegte Neden gelingt, nümfit alle quälenden Sorgen eures Geiſtes zu verſcheuchen. Wenn ihr au< gern wiſſen möchtet, warum ih denn in dieſem wunderlichen Aufzuge komme, ſo laßt's eu< niht verdrießen, gut Acht zu geben. Jc verlange ja keine Aufmerkſamkeit wie zu einer Predigt, ſondern nur eine ſolche, wie thr fie gewöhnlih den Gauklern, Poſſenreißern und Charlatans auf den Märkten leiht, und mie fie einft au< Midas, der ebenfalls mein Anhänger war, dem Pan ſchenkte. *) Den id habe Luſt, ein wenig Sophiſtik mit end zu treiben, aber niht Sophiſtik der Art, die heutzutage die Jugend nichts als eine Menge unnüter, ſpißfiu= diger Poſſeu lehrt und ihren Sinn noiger und vre!“ und „Unverſchämter!“ ſchreien, wenn jemand fih ſelber rühmt und mit Lobſprüchen erhebt. Mögen fie eineu ſolchen immerhin *) Qu einem muſikaliſhen Wettſtreit bes Apollo und Pan entſchied Midas zu Gunſten des leßteren, wofür ihm Apollo zur Strafe Eſelsohren wachſen ließ. (Vgl. Ovid, Metamorph, XI, 146—193).