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$ Lob ber Thorheit. 9 „Nuß“ dichtete! Polykrates und ſein Gegner Sfofrates haben fih zu einem Lobe des Buſiris begeiſtert, Glaukon hat die Ungerechtigkeit geprieſen, Favorinus den Therſites und das viertägige Fieber, Syneſius die Glate, Lucian die Fliege und den Paraſiten. Hat nicht Seneca eine Apo theoſe des Kaiſers Claudius, Plutar< einen Dialog zwi= ſchen dem Schweinchen Gryllus und dem Ulyſſes geſchrie= hen? Haben niht Lucian und Apulejus die Geſchichte eiues Eſels erzählt, und hat uns nicht endlih jemaud, deſſen Name mir entfallen iſ, das „Teſtament eines Schweines, Grunnius Corocotta geheißen“ überliefert? Der heilige Hierouymus erwähnt dies. *) Wenn indes meine Beurtheiler dieſe Münze uicht als giltig anſehen, mögen fie fit einbilden, ih hätte, um mio) zu amüſiren, Schach geſpielt oder auh meinetwegen, ih ſei auf dem Ste>kenpferdchen geritten. Denu wie ungeregelehrten. Der Eine von dieſen preiſt die Beredſam= feit oder die Philoſophie in einer Lobrede, die wie eine Moſaikarbeit aus Hunderten von Citaten zuſammengeſetzt iſh, der Andere vergöttert mit glänzendem Wortſhwalle einen Fürſten; Jeuer hält eine wohlgebaute Rede, um zum Kriege gegen die Türken aufzumuntern, Dieſer ſagt die Zukunft vorher, no< ein Anderer ſtellt neue Schwierigkeiten über die einfachſten Kleinigkeiten auf. Wie aber nichts ſo dumm iſt, als mit ernſten und wichtigen Dingen Spaß zu trei= *) Sn ſeinem Vorwort zu den Erläuterungen des Propheten Jeſaja.