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Collezione
Erasmo da Rotterdam
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Das Lob der Thorheit, 5 zeitgemäße Tendenz und die zündende Matht ſeiner Schriften. Zu den hervorragendſten derſelben zählt „Das Lob der Thorheit”, in welchem er der namentlich dur< Sebaſtian Brants3 „Narrenſchiff“ „populär geiworz denen Vorſtellung von bem Clement dex Narrheit, bas in alles menſ leiht. „Ein Werkchen“, ſchreibt Ranke, „das einen ſchon einige Beit baher gäng und gebe gewordenen Stoff geiftreid uno gedrängt zuſammenfaßte, ihm eine Form gab, die allen Anſprüchen der Bildung genügte, und in ſeiner entſchiedenen Tendenz der Stimmung der Epoche zuſagte; eine unbeſchreibliche Wirkung brachte es hervor: noch bei Lebzeiten des Grasmus ſind 27 Auflagen bavon erſchienen, in alle Sprachen iſt es überſeßt worden, e3 hat weſentli< dazu beigez tragen, den Geiſt des Jahrhunderts in ſeiner antiklerifaliſchen Richtung zu befeſtigen,“ Ueber die ſpecielle Veranlaſſung zu der Satire, über ihren Zweck und über die Stellung, die der Leſer dem Schrift3weiſe des Lateiniſchen einige Freiheiten geſtatten müſſen; duro) die Anmerkungen, auf die td viele Sorgfalt verwandte, hoffe ih bas Verſtändnis dieſer intereſſanten Spottſchrift zu erleihtern, über welche fice) Era3mus ſelber zu einem Freunde äußert: „Der Gegenſtand iſt ja fpafbaft und drollig, ih greife keine Menſchenklaſſe mit unbeſcheidenen Worten an und ver fpotte niemanben perſöunli< als mi< ſelbſt, Mag ſqließli< mein Werken ſein, was man wolle: alle Gelehrten haben es wohlgefällig aufgenommen, Biſchöfe, Erzbiſchöfe, Könige, Kardinäle finden e3 nad ihrem Geſchma>, es gefällt ſelbſt der Heiligkeit des Papſtes und Leo X. hat es ganz durchgeleſen. Möge auch das gebildete Publikum der Gegenwart an dieſer Satire Gefallen finden! Berlin, im Mai 1884, Hefurih Herſh.

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