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Einleitung. Die Entſtehungszeit dieſes Werkchens, da3 allen Gebildeten dem Namen nach gewiß bekannt ſein wird und das ich hier in einer neuen Ueberſezung bringe, fällt in den Anfang de3 16. Jahrhunderts, in die Blütejahre der humaniſtiſhen Studien, deren Ziele und Erfolge ſhon ſeit mehreren Decennien die großen reformatoriſhen Umgeſtaltungen in Kirche und Staat ankündigten und vorbereiteten. Der Kampf gegen \cholaſtiſche Klitgeleien, die Vernichtung mönchiſher Schulſyſteme war das Streben der Humaniſten, die Freiheit der Forſhung und Wiſſenſchaft ihre Loſung, die Wiederbelebung der geiſtigen Schäße des klaſſiſchen Alterthums ihre Waffe. Durch Petrarka begriindet, verbreiteten fih jene Studien von Italien aug trog des Widerſtandes ber Geiſtlichkeit, die den bi3her behaupteten alleinigen Beſiß des Wiſſens hartnä>ig vertheidigte, bald über ganz Europa und fanden ein vor: nehmli< fruchtbares Feld in Deutſchland, wo zahlreiche gelehrte Vereine und Univerſitäten als ergiebige Pflegeſtätten der neuen Bildung aufblühten. Den Höhepunkt des deutſchen Humanismus bezeichnen die Namen des Johann Reuchlin, des Ulrich von Hutten und des Verfaſſers der vorliegenden Schrift, des Defideriu Erasmus. Am 28. October 1467 zu Rotterdam geboren, legte er {on frithzeitig eine hervorragende Begabung an ben Tag; er Batte da3 Ungli, in ſeinem vierzehnten Jahre die Eltern zu verlieren, und nun bewogen ihn ſeine Vormünder, die ihn fir den geiſtli